Um Dateien übers Internet zu übertragen gibt es viele Lösungen. One-Click-Hoster wie
RapidShare, Online-Speicher mit Synchronisierung wie
Dropbox und natürlich selbst installierte Web- und FTP-Server. Die Vor- und Nachteile sind bekannt: bei Filehostern kann man nur einzelne Dateien hochladen, bei Dropbox ist der kostenlose Speicher begrenzt. Bei beiden Varianten muss man die Dateien vorgängig hochladen. Einen Webserver mag nicht jeder selbst konfigurieren, zumal da noch Sachen wie dynamische IP-Adressen und Firewalls dazukommen.
Der Dienst
MyDisk.co.uk wählt einen anderen Weg: mit ihm macht man den Browser (über ein Java-Applet) quasi zu einem Webserver. Die Dateien müssen also nicht vorgängig hochgeladen werden. Sie werden erst übertragen, wenn sie abgerufen werden. Praktisch, wenn man kurz seine gesamte Musiksammlung freigeben will, um bei einem Kollegen darauf Zugriff zu haben. Da MyDisk die Verbindung vom Browser aus aufbaut funktioniert es problemlos über Firewalls und Proxies.

In der Anwendung (gestartet über mydisk.co.uk) wählt man das freizugebende Verzeichnis sowie einen Namen. Der sollte für Drittpersonen nicht zu erraten sein, aber man sollte ihn sich merken können.

Öffnet man den angezeigten Link auf einem anderen Rechner mit dem Browser, bekommt man eine Auflistung des Verzeichnisses und kann Dateien herunterladen.

Über die Option "view images" werden die Bilder als Vorschau angezeigt. Die Vorschau wird über das Applet erstellt, es werden also nicht alle Bilder in voller Grösse hocheladen und dann verkleinert dargestellt.
Die Geschwindigkeit ist recht gut, natürlich abhängig von der Bandbreite des sendenden Rechners. Ein Nachteil gegenüber "Cloud"-Lösungen ist natürlich, dass der Zugriff nur klappt, solange der Rechner läuft. Um einem Supporter kurz Zugriff auf ein Programmverzeichnis zu geben oder temporär viele Dateien zur Verfügung zu stellen ist MyDisk sicher eine gute Lösung.